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GR20





'Sentier de Grande Randonnèe de la Corse', so die genaue Bezeichnung des GR20. Mit einer Länge von ca.170km zieht sich einer der schönsten alpinen Fernwanderwege Europas durch die Berge Korsikas, von Calenzana im Norden, bis Conca im Süden. Etwa 10.000 Höhenmeter sind zu bewältigen. Der GR20 verläuft zum Teil in 2000m Höhe, ist sehr anspruchsvoll und deshalb nicht zu unterschätzen.

Der Weg ist gut markiert. Schilder und die 'rot-weißen' Markierungen weisen dem Wanderer den Weg. An manchen Stellen ist allerdings erhöhte Aufmerksamkeit gefordert, sonst kann man schon mal die 'Farbtupfer' aus den Augen verlieren. Im schwierigsten Teil ('Cirque de la Solitude') sind einige, mehr oder weniger gut gesicherte Passagen zu überwinden. Neben den alpinen Fels- und Geröllabschnitten gibt es auch angenehm zu laufende Teilstücke. Der Weg führt dann durch Wälder, über Weiden, vorbei an Seen und über zahlreiche Bäche. Hier gibt es dann immerwieder die schönsten Badestellen, die einen erschöpften Wanderer wieder fitmachen.

Übernachtungsmöglichkeiten gibt es in, bzw. an den zahlreichen Hütten, die am GR20 liegen. Die Hütten werden vom 'Parc Naturel Règional de la Corse' betrieben, sind untereinander mit Funk verbunden und bieten dadurch in Notfällen die Möglichkeit Hilfe zu rufen.

In der Hauptsaison muß man früh genug da sein, um noch einen Platz zu bekommen. Meistens besteht die Möglichkeit sein Zelt an den Hütten aufzubauen. Die Selbstversorgerhütten sind einfach ausgestattet. Matratzenlager, einen Aufenthaltsraum mit Kochmöglichkeit, ein paar Töpfe, etwas Geschirr. Für die Übernachtung in der Hütte mußte man 2001 55.-Francs bezahlen. Für eine Zeltübernachtung mit Kochernutzung 20,-Francs. Bezahlen muß man beim 'Gardien', dem Hüttenwart. Der kommt am Abend rund und kassiert ab. Die 'Sanitäranlagen' sind mehr als einfach. Hier darf man keine hohen Ansprüche stellen. Frisches Trinkwasser gibt es an jeder Hütte. Auch werden in manchen Hütten Getränke und einige Lebensmittel angeboten. Jedoch sehr teuer.

Der GR20 überquert vier Pässe. Den Col de Vergio, den Col de Vizzavona, den Col de Verde und den Col de Bavella. Hier berührt der Trail eine Straße und bietet die Möglichkeit ein- oder auszusteigen. Außerdem gibt es hier Restaurants, Übernachtungs- und Einkaufsmöglichkeiten.

An einigen Bergerien (korsische Almen) vorbei verläuft der Weg. Hier kann der Wanderer Ziegen- oder Schafskäse kaufen.

Wichtig auf dem GR20 sind gute Wanderschuhe. Es gibt zwar Abschnitte, die könnte man mit Sandalen laufen, dafür sind andere Teilstücke ohne festes Schuhwerk nicht zu schaffen. Wer die diversen Geröllpassagen gelaufen ist, der wird solide Bergschuhe zu schätzen wissen.

Verpflegung gibt es nicht überall auf dem GR20. Die Hütten sind Selbstversorgerhütten. Zwar bietet der eine oder andere Gardien schon mal einige wenige Lebensmittel an, aber darauf kann man sich nicht verlassen. Nachschub kann man an den vier Pässen (Col de Vergio, Col de Vizzavona, Col de Verde und Col de Bavella) kaufen. Außerdem gibt es direkt an der Capannellehütte ein kleines Restaurant/Hotel. Das Refuge de Stagnu in Haut Asco bietet ebenfalls Übernachtungs- und Verpflegungsmöglichkeiten. Auch an der Bergerie Ballone und der Bergerie Tolla werden Getränke und einige Lebensmittel angeboten.

Wasser ist auf dem GR20 überall zu finden. An jeder Hütte gibt es Wasser. Außerdem sind unterwegs zahlreiche Quellen zu finden, wo man sich mit gutem, kühlen Trinkwasser versorgen kann. Es ist zu empfehlen mindestens zwei Trinkflaschen mitzunehmen, um Etappen ohne Quellen zu überbrücken. Wo genau sich die Quellen befinden, ist in diversen Wanderführern oder in meinen Streckenbescheibungen nachzulesen.

Die Stundenangaben in der Aufstellung sind reine Gehzeiten ohne Pausen. Natürlich sind die Zeiten nur Anhaltspunkte, weil jeder hat ein anderes Wandertempo. Je nach Kondition lassen sich die Etappen individuell gestalten.



1.Etappe - Calenzana - Refuge d'Ortu di Piobbu - 7,0 Std.
2.Etappe - Refuge d'Ortu di Piobbu - Refuge de Carrozzu - 7,0 Std.
3.Etappe - Refuge de Carrozzu - Refuge de Stagnu in Haut Asco - 6,0 Std.
4.Etappe - Refuge de Stagnu in Haut Asco - Refuge de Tighjettu - 4,5 Std.
5.Etappe - Refuge de Tighjettu - Refuge di i Mori - 5,0 Std.
6.Etappe - Refuge di i Mori - Col de Vergio - 2,5 Std.
7.Etappe - Col de Vergio - Refuge de Manganu - 6,0 Std.
8.Etappe - Refuge de Manganu - Refuge de Pètra Piana - 6,0 Std.
9.Etappe - Refuge de Pètra Piana - Refuge de I'Onda - 4,5 Std.
10.Etappe - Refuge de I'Onda - Vizzavona - 4,5 Std.
11.Etappe - Vizzavona - Refuge de Capannelle - 5,0 Std.
12.Etappe - Refuge de Capannelle - Col de Verde - 4,5 Std.
13.Etappe - Col de Verde - Refuge de Prati - 2,5 Std.
14.Etappe - Refuge de Prati - Refuge d'Usciolu - 4,5 Std.
15.Etappe - Refuge d'Usciolu - Refuge d'Asinao - 8,0 Std.
16.Etappe - Refuge d'Asinao - Col de Bavella - 4,0 Std.
17.Etappe - Col de Bavella - Refuge de Paliri - 1,5 Std.
18.Etappe - Refuge de Paliri - Conca - 4,5 Std.



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Zuletzt geändert am 22.09.2011