Die Idee, ein Klassentreffen zu machen, hatte ich Anfang Dezember 2002, als mir zufällig ein altes Klassenfoto in die Hände fiel. Schulabschluß 1973. Bald war 2003. Klassentreffen nach dreißig Jahren. Das war doch ein Anlass.
Aber wie sollte ich an die Namen und Adressen kommen? Zuerst schrieb ich die Schule an. Schnell wurde mir eine Liste mit Namen der Abschlußklasse 9a zugeschickt. Jetzt fehlten mir nur noch die aktuellen Nachnamen der Mädchen und sämtliche Adressen. Bei den Jungs war das relativ einfach: Telefonbuch, Auskunfts-CD-Rom und Internet. Einige fand ich sogar, aber nicht alle. Bei den Mädels war das schon schwieriger. Was habe ich gemacht? Rundgefragt. Der eine kannte den noch und hatte eine Adresse, die eine kannte den noch und so kam ich langsam weiter. Ich habe bei Leuten angerufen, die den gleichen Namen hatten und nach den Söhnen, Töchtern, Brüdern und Schwestern gefragt. Viele wussten gar nicht was ich wollte, aber einige Namen und Adressen habe ich so herausbekommen. Je mehr Leute ich gefunden hatte, um so mehr konnte ich nach den Fehlenden fragen. Es wurden immer mehr auf meiner Liste und irgendwie hatte ich dann alle Namen und Adressen zusammen.
Noch im Dezember schrieb ich alle Klassenkameraden an. Ich wollte wissen, wie das allgemeine Interesse an einen Treffen war. Es war spannend, als nach und nach die Antworten kamen. Die Resonanz war durchweg positiv. Es war ein tolles Gefühl, nach so langer Zeit, wieder was von alten Klassenkameraden zu hören. Per e-mail entwickelte sich ein reger Informationsaustausch. Auch telefonisch meldeten sich einige bei mir. Es kam schnell wieder eine gewisse Vertrautheit zustande, so als ob der Schulabschluß gestern gewesen wäre.
Jetzt ging es an die Feinplanung. Wo und wie machen wir das Treffen? Troisdorf war für unseren Anlass eigentlich ideal. Hier kannte sich jeder aus. Die meisten wohnen ja auch noch in und um Troisdorf. Ein Lokal musste gefunden werden, mit der Möglichkeit zwanzig bis dreißig Leute vernünftig unterzubringen, mit Essen und Trinken und das möglichst zentral. Dank der Hilfe von Hermann K. konnten wir im Haus Musolff den 24.Mai.2003 reservieren.
Der Termin stand jetzt fest: 24.Mai 2003.
Im Februar verschickte ich die Einladungen. Zweiunddreißig Stück.
Es kamen fast täglich Rückmeldungen, über die ich mich sehr freute. Meistens Zusagen aber leider auch einige Absagen. Traurig war ich darüber, dass einige gar keine Reaktion zeigten, nicht nach dem ersten Anschreiben und auch nicht nach der Einladung.
Zum Schluß hatte ich 21 Zusagen, 4 Absagen, 2 Vielleichtzusagen und von 5 Leuten keine Reaktion.
Es war so weit. Samstag der 24.Mai 2003.
Voller Spannung betrat ich kurz vor 18:00 Uhr die Gaststätte 'Haus Musolff'. Ich war nicht der Erste. An der Theke standen schon Luise und Hermann. Wir erkannten uns sofort und begrüßten uns herzlich. Dann ging es Schlag auf Schlag. Einer nach dem Anderen kam herein. Langsam füllte sich das Lokal. Das große Rätselraten begann. "Wer bist du denn?"; "Was? das darf doch nicht wahr sein!"; "Mensch, dich hätte ich nie wiedererkannt."; "Du hast dich gar nicht verändert."...
Es wurde ein schöner Abend. Wir erzählten, aßen, tranken und genossen unser Wiedersehen. Als letzte Gäste verließen Lillo, Hermann, Georg und ich das Lokal und wir waren uns einig, dass ein solches Treffen unbedingt wiederholt werden müsste.
Jetzt kommen die Bilder. Viel Spaß.
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Karl-Heinz, Gabriele, Renate, Luise, Martina, Bernd, Sigrid, Lillo, Ilona, Hermann K., Bettina, Harald, Agnes, Georg, Ulrike, Petra, Hermann R., Anita, Birgit, Horst
Emil konnte leider nicht zu unserem Klassentreffen kommen, aber er ließ es sich nicht nehmen, spontan alle Klassenkameraden zu sich in den Westerwald einzuladen. Er nutzte die Gelegenheit und weihte seine wunderschön restaurierte Gulaschkanone ein. Als Koch einer Feldküche, die er als langjähriges, ehrenamtliches Mitglied des Malteser Hilfsdienstes schon viele Jahre betreut, war es schon lange sein innigster Wunsch irgendwann eine eigene Feldküche zu haben. Diesen Traum hat er sich erfüllt und in liebevoller Kleinarbeit eine alte Feldküche zum Leben erweckt.
Als Hermann, Luise, Lillo, Georg und ich bei Emil ankamen, dampfte bereits die Gulaschkanone und der Duft von herzhaftem Gulasch lag in der Luft. Es war ein schönes Gefühl sich nach so langer Zeit wiederzusehen. Es kamen noch Renate mit Mann und Bernd mit Frau. Es wurde ein schöner Abend und es war schade, dass nicht mehr Leute der Einladung nachgekommen sind.
Vielen Dank an Emil und seine Frau, für den schönen Abend und die Mühe die sie sich gemacht haben. Ich hoffe, dass es nicht wieder dreißig Jahre dauern muss, ein solches Treffen zu wiederholen. Bis bald, viele Grüße.
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