Die Möglichkeiten auf dem GR20 an Verpflegung zu kommen sind sehr begrenzt. Die Hütten sind Selbstversorgerhütten. Das heißt, hier sind Kocher und Geschirr usw. vorhanden, jedoch sind sie nicht alle bewirtschaftet. Manchmal verkaufen die Hüttenwarte (Gardien) Kleinigkeiten wie: Getränke, Kekse, Schokolade, Käse, (jedoch sehr teuer). An immer mehr Hütten bekommt man mittlerweile auch eine warme Mahlzeit. Ohne den GR20 verlassen zu müssen, hat man nur an wenigen Stellen die Möglichkeit Nachschub zu kaufen. Das sind zum Beispiel die vier Pässe.
Es ist also nötig, seinen Proviant größtenteils mitzubringen. Die Menge und die Zusammensetzung der Verpflegung ist abhängig von der Strecke die zurückgelegt werden soll. Außerdem kommt es darauf an, welchen Geschmack jeder einzelne hat und wieviel man bereit ist zu schleppen.
Ich habe versucht mein Rucksackgewicht stetig zu reduzieren. Das hatte zur Folge, dass ich nur das nötigste mitnehmen konnte.
Die Planung einer Tour ist sehr wichtig, um die Proviantmenge genau festlegen zu können. So lässt sich bei der Planung zum Beispiel einkalkulieren, ob auf der Route die Möglichkeit besteht Nachschub zu beschaffen.
Aus der Notwendigkeit heraus, Gewicht zu sparen, habe ich meine Verpflegung so zusammengestellt, dass ich einen hohen Nährwert bei geringstem Gewicht bekomme.
Müsli mit Milch und einen Kaffee. Die Milch hatte ich in Form von Milchpulver mit. Ich machte mir einen halben Liter Wasser heiss, brühte mir damit meinen Instandkaffee auf und rührte mir mit dem Rest die Milch fürs Müsli an.
für den kleinen Hunger hatte ich einige Müsliriegel und einige Minisalamis dabei.
Knäckebrot mit Wurst. Knäckebrot ist leicht, nahrhaft und hält sich gut. Pro Tag hatte ich eine kleine Dose (125g) Wurst mit.
An der Hütte habe ich mir am frühen Abend mein Globetrotter-Lunch zubereitet. Diese gefriergetrocknete, nährstoffreiche und schmackhafte Nahrung ist ideal für solche Touren. In kochendes Wasser gerührt ist das Menü in wenigen Minuten fertig. Die Portion wiegt nur 125g und ergibt ca. 450-550g fertiges Essen. Mit einigen Scheiben Knäckebrot dazu, wird man auch richtig satt davon. Ein heißer Tee oder Kaffee rundet das Ganze noch ab.
Bei den relativ hohen Temperaturen und der körperlichen Anstrengung auf so einer Tour ist das Trinken extrem wichtig. Überall auf dem GR20 gibt es gutes Trinkwasser. An den Hütten sowieso, aber auch unterwegs sind reichlich Quellen mit dem besten Wasser zu finden. Die, durch das Schwitzen, ausgeschiedenen Mineralien sollte man z.B. durch Mineralbrausetabletten dem Körper wieder zuführen. Wenn man die Strecke kennt, oder sich gut vorbereitet hat, kann man die Wassermenge, die im Rucksack mitgeschleppt wird, reduzieren indem man die Quellen genau mit einkalkuliert und dort nachtankt. Denn Wasser ist schwer. Jedoch sollte nicht zu knapp kalkuliert werden!